21. Dezember 2013



Die Novelle zum Gesetz über das Rauchverbot in Cafés und Diskotheken ist also nunmehr auf dem legislativen und reglementarischen Wege um ab dem kommenden 1. Januar 2014 in seinen zusätzlichen Bestimmungen in Kraft treten zu können.

Die neue Gesundheitsministerin gab dazu auf einer Pressekonferenz an diesem Mittwoch weitere Erklärungen und Ausführungen. Nun stellt sich die Frage, ob dieses in der Vergangenheit so oft durchgekaute Thema wirklich die kostbare Zeit der neuen Gesundheitsministerin wert war.

Denn die Rauchverbot-Frage ist hierzulande in den letzten Jahren und Monaten doch überproportional politisch erörtert und auch unseres Erachtens missbraucht worden um von anderen, weniger einfach gestrickten Themen im Gesundheitsbereich abzulenken. Wir erinnern nur an Themen in denen weiterhin Funkstille vorherrscht: Organisationsprobleme in den Gesundheitsstrukturen, der Personalmangel, der Pflegenotstand, das Sprachenwirrwarr, Cannabis als Medikament.

Wir von der APO wollen für dieses Mal Milde und Nachsicht walten lassen und der neuen Gesundheitsministerin diesen gemeinsamen Auftritt bei der ministeriellen Pressekonferenz im Scheinwerferlicht der Kameras und Blitzhagel der Fotoapparate gönnen, allerdings von nun an und regelmäßig auf die anderen akuten Probleme im Gesundheitswesen eingehen und sie immer wieder der höchsten Amtsträgerin im Gesundheitswesen in Erinnerung bringen.

Denn das Thema ‘Umgang mit Tabak’ ist zwar wichtig in der Gesundheitsversorgung, doch sollte man nicht aus den Augen verlieren, daß das Thema hierzulande in den letzten Jahren populistisch und polemisch aufgebauscht wurde, derweil die erreichten Resultate disproportional bescheiden ausfallen und dieses unsere Land im europäischen Vergleich weiterhin da steht als schlechter Schüler in Sachen präventivem Umgang mit Tabakwaren.

Es genügt ein Blick auf die Eurohealth Consumer Index (EHCI) 2013 Tabelle um sich dieses blamablen, und nicht minder beschämenden Resultats gewahr zu werden. Denn Luxemburg erhält weiterhin in der Kategorie 5. “Prävention” unter 5.3. “Smoking Prävention” die rote Karte. Länder die in Sachen Prävention im Bereich Rauchen führend in Europa sind, lauten: Finnland, Frankreich, Island, Irland, Malta, Norwegen, Schweden, England und Schottland.

Sollte die neue Gesundheitsministerin nächstens eine weitere Pressekonferenz zu den Themen “Rauchen, Rauchverbot, Prävention von Rauchen anberaumen, dann könnte sie der geneigten Zuhörerschaft ja mal Maßnahmen darlegen, die in diesen Ländern bereits umgesetzt sind, und die dazu beitrugen, dass diese Länder im Umgang mit Rauchen als führend in Europa gelten dürfen, derweil sie in diesem unserem schönen Lande wegen Ermangelung an politischer Courage bisweilen noch in einer Schublade eines Ministeriums vermodern.

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