14. November 2013
Zum diesjährigen Welt-Diabetestag möchte die PID eine Reihe Anmerkungen an die Öffentlichkeit abgeben, die zur Bereicherung einer doch eher heute gefühlt einseitigen Berichterstattung in unseren Medien beitragen sollen.
Die offizielle Lesart der von gewissen Instanzen verbreiteten Presse-Communiqués, die dann auch über ‘copy-paste’ Verfahren quasi verbatim in bestimmten nationalen Presseorganen, mehr oder weniger kritiklos und ohne grössere Überprüfungen publiziert werden, ist ja jene, dass die Diabetes-Versorgung hierzulande, im reichen Luxemburg wegweisend für alle anderen Gesundheitssysteme der Welt sei.
Das stimmt wohl so nicht. Denn ein im Jahre 2008 veröffentlichter “Diabetes Index” welcher die einzelnen Länder Europas auf ihre Diabetes-Versorgungsmodelle wissenschaftlich, objektiv und neutral verglich, sah das Großherzogtum auf dem wenig berauschenden 13.Platz. Das war zu jenem Zeitpunkt einfach nur Mittelmaß.
Im Detail wurde im Jahr 2008 in diesem Index unter anderem bemängelt dass Luxemburg über kein Diabetes Register verfügt, es kaum veröffentlichte Qualitätsdaten über die einzelnen Diabetes- Dienstleister gäbe (Kliniken),die Patientenvertretungen nicht in Gesundheitspflege-Entscheidungen eingebunden wären, keine Fußpflege für Diabetiker vorgesehen sei (Nomenklatur?), nur unter bestimmten Bedingungen speziell angepasste Schuhe für Diabetiker genehmigt würden, die systematische Fußkontrolle bei Diabetikern noch verbesserungsbedürftig wäre, die Anerkennung einer Sub-Spezialisierung “pied diabétique” noch ausstehe, spezialisierte Pflegefachkräfte in Diabetes noch einer offiziellen Einführung und Anerkennung hierzulande bedürfen und eine ganze Reihe Daten nicht oder nur unzureichend vorliegen:
beispielsweise die nationale Prävalenz von Niereninsuffizienz, die Inzidenz von Fußamputationen oder der flächendeckende Prozentsatz von Patienten mit einem HbA1c Wert von > 7 %.
Der europäische Vergleichsindex für Diabetes Versorgung hielt im Jahre 2008 fest, dass Dänemark in Sachen Diabetes Betreuung in Europa führend war. Derselbe Diabetes-Index wird wiederum kommendes Jahr (2014) veröffentlicht.
Die Außerparlamentarische PID Opposition ( APO) erkennt an, dass es hierzulande eine ganze Reihe engagierter Menschen und Strukturen gibt, welche sich tagtäglich für die beste Diabetes-Versorgung einsetzen. Ihnen gilt heute am Welt-Diabetes-Tag unsere vollste Anerkennung und unser großer Dank.
Abschließend denkt die Ausserparlamentarische PID Opposition (PID) auch an die vielen Diabetes-Erkrankten in unserem Lande und beteuert ihre Solidarität mit ihnen, um gleichzeitig zu versprechen die politisch Verantwortlichen bei allen sich bietenden Gelegenheiten daran zu erinnern die notwendigen Ressourcen freizusetzen um eine Diabetes-Versorgung zu ermöglichen die in Europa (und wieso nicht in der Welt) Spitzenplätze belegen kann, was momentan noch nicht der Fall ist.
Gesellschaft für präventive Medizin
Die ALMP ist das Kürzel für Association luxembourgeoise des méthodes préventives.
Gesellschaft für die Cannabis-Behandlung in der Medizin
Am 14. Juni 2010 gründete Dr. Jean Colombera die Gesellschaft UFCM.
Als Partei ist es auch wichtig sich in der Praxis für minderbemittelte Leute einzusetzen und nicht nur mit leeren Versprechen auf Stimmenfang zu gehen.