08. Dezember 2013

Fast kein Tag vergeht, an dem die Welt nicht von den Umtrieben ausländischer Geheimdienste erfährt, die mit ihrer Datenschnüffelei unser aller Privatleben durchleuchten um uns dann in ihrer Kartei zu katalogisieren. Gerade vor ein paar Tagen wurde offengelegt, dass die Handydaten unzähliger Benutzer systematisch gesammelt würden, und einmal ausgewertet dann zu Bewegungsprofilen amalgamiert würden.

Doch wie steht es eigentlich hierzulande mit dieser Problematik und ganz spezifisch auf dem Arbeitsplatz? Ist das Sammeln von Handy- und Computerdaten nur eine paranoide Idee?

Stellen wir uns den Fall eines Mitarbeiters vor, der über einen Laptop und ein Smartphone-Gerät (seiner Firma) verfügt. Theoretisch kann der Arbeitgeber oder bestimmte Personen in der Hierarchie diesen Mitarbeiter überwachen (lassen): so beispielsweise über Applikationen die auf seinem informatischen Gerät installiert sind (ohne, dass natürlich der Mitarbeiter dies wissen müsste), um beispielsweise ein Geo-Tracking Profil aufzubauen, um die Intensität der Abarbeitung von gewissen Aufgaben zu prüfen, um verwendete IP-Adressen zu checken, oder um die Internet-Befragungen dieses selben Mitarbeiters zu analysieren. Prinzipiell ist noch vieles andere möglich in Sachen Überwachung, denn die Daten werden quasi autodynamisch von den verwendeten Geräten generiert, und mit entsprechenden “Tools” sind sie auf den Servern der Firma nach entsprechender Synchronisation leicht auswertbar.

Vielleicht könnte man einem Arbeitgeber das Recht einräumen zu wissen wie der Mitarbeiter X seine Arbeitszeit verbringt, ob er voll produktiv ist oder doch etwas weniger, ob er imstande ist Effizienz an den Tag zu legen, oder aber wo er sich wie lange und für welche vermeintlichen Arbeitsplatz relevanten Gründe aufhält. Dies wären noch Gründe die fundamental etwas mit der Produktivität eines bestimmten Mitarbeiters zu tun haben. Aber oft genug sind da perfide Motive im Spiel, die zu einer Überwachung eines Mitarbeiters Anlaß geben könnten.

Und doch: es erschaudert der normale Bürger allemal vor einem solchen Szenario und hofft insgeheim, dass es nicht soweit kommen wird. Und was wäre wenn es denn schon eine Realität geworden wäre? Es gibt immer mehr Mitarbeiter in unserer Wirtschaft die vor genau diesem Überwachungsszenario warnen. Technisch ist heute sehr viel möglich.

Die Außerparlamentarische PID Opposition (APO) würde in diesem Zusammenhang gerne auf dieses latente Problem aufmerksam machen um an die unantastbare Rechtstaatlichkeit zu appellieren.

Konkret würde die APO gerne die politisch Verantwortlichen einladen dieses Thema unverzüglich und konkret aufzuarbeiten:

1. Durch eine gezielte Information über das was ein Arbeitgeber an Daten über die Aktivitäten seines Personals während der Arbeitszeit sammeln und auswerten darf.

2. Durch die Einrichtung einer unabhängigen Beratungsstelle für Arbeitnehmer welche den Verdacht haben, dass Daten über sie beim Arbeitgeber gesammelt, analysiert und gegen sie verwendet werden.

3. Durch die Einrichtung einer unabhängigen technischen Prüfstelle bei der verdächtiges Computer- und Kommunikationsmaterial auf geheim eingerichtete, und vermeintlich illegale, also mit den derzeitigen Gesetzen dieses Landes unvereinbare Überwachungssoftware, kontrolliert werden könnte.

4. Durch die Verschärfung der Strafen die gegen Betriebsverantwortliche verhängt werden könnten, wenn sie gegen Gesetze und Regeln des Schutzes der Privatspäre, u.a. von Arbeitnehmern verstoßen.

Die APO unterstützt alle Maßnahmen, die zu einer gegenseitigen ‘Arbeitgeber–Arbeitnehmer’ Kontrolle, und spezifisch auf dieser Ebene des Datenschutzes und des Schutzes der Privatspäre eines jeden Beschäftigten beitragen würden.

Natürlich wäre es günstig, wenn die Arbeitgeber, im Rahmen eines verfassungsmässigen Leitbildes oder einer entsprechenden Charta, sich freiwillig dazu verpflichten würden, die Privatsphäre ihrer Mitarbeiter/Innen zu respektieren und zu schützen und auch unangekündigte Kontrollen von staatlichen IT-Auditoren zur Überprüfung dieses Versprechens zulassen würden. Im Gegenzug könnten sie gegebenfalls ein Qualitätslabel ausgehändigt bekommen, welches die Einhaltung dieses hehren und ethisch-moralisch erhabenen Versprechens offiziell bezeugt.

« zurück zur Übersicht



Weitere Artikel

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11


2 3 4 5 6 7 8 9 10 11



Winds of Change

Neue Wege ...


Winds of Change

... in vielen Bereichen der Politik und Wirtschaft

mehr »

ALMP / UFCM / Soli-Ecke

ALMP

ALMP

Gesellschaft für präventive Medizin
Die ALMP ist das Kürzel für Association luxembourgeoise des méthodes préventives.

mehr zu ALMP »


zur Website der ALMP


UFCM

UFCM

Gesellschaft für die Cannabis-Behandlung in der Medizin
Am 14. Juni 2010 gründete Dr. Jean Colombera die Gesellschaft UFCM.

mehr zu UFCM »


zur Website der UFCM


Solidaritätsecke

Als Partei ist es auch wichtig sich in der Praxis für minderbemittelte Leute einzusetzen und nicht nur mit leeren Versprechen auf Stimmenfang zu gehen.

Solidaritätsecke »

APPAAL

Association des parents de personnes atteintes d′autisme de Luxembourg

Association des Parents de Personnes Atteintes d′Autisme de Luxembourg a.s.b.l.

mehr »

AEGIS

AEGIS LUXEMBURG Aktives eigenes gesundes Immun-System

AEGIS Luxemburg, die einzige Vereinigung, die kritisch über Impfungen berichtet.

mehr »

Quicklinks