22. Juni 2014 - Vor kurzem deckte eine Luxemburger Tageszeitung nach langen Recherchen einen regelrechten Skandal auf: das schöne Relief des alten Ettelbrücker Kiosk „Auditoire Prince Jean“ wurde auf der Ettelbrücker Deponie gefunden. Das Relief, das 2 Männer darstellt, die auf einer Harfe spielen, stand vor dem Kiosk auf dem Platz an dem am 5. Juni 1864 die Uraufführung der Nationalhymne „ons Heemecht“ stattfand. Die 2 Bronzemedaillen, die an der Innenmauer des Kiosks hingen, und den Komponisten sowie Textverfasser der „Heemecht“ J.-A. Zinnen und Michel Lentz darstellten, befinden sich in einem Gemeindedepot.

Die Ettelbrücke Gemeinde scheint das allerdings nicht zu stören. Im Gegenteil: die Gemeinde entsorgte das Orginalmonument auf eine Deponie, und lässt für 200'000 Euro ein neues Denkmal in Auftrag geben, das im September 2014 eingeweiht werden soll.

Wir fragen uns, wie es sein kann dass die Ettelbrücker Gemeinde in Zeiten des Denkmalschutzes und der Wiederverwertung ein historisches Luxemburger Denkmal einfach auf einer Deponie entsorgen kann und für viel Geld ein neues aufrichten zu lassen. Hier hätte man auch ohne Probleme das historische Denkmal restaurieren können, und es in die neue Mauer des Schulhofes mit zu integrieren. Jedenfalls hätte das weniger Geld gekostet und man hätte die historischen Werte aufrechterhalten.

Was dem Fass den Boden einschlägt ist allerdings die Tatsache, dass die Ettelbrücker Gemeinde nun plant, das Relief, das anscheinend vollständig renoviert wurde, zusammen mit den beiden Plaketten einem "gebührenden" Platz im Rahmen des Ausbaus der Schule zuzuweisen. 

Die PID Sektion Nordstaad hat daher diverse Fragen an den Bürgermeister und die Schöffen der Gemeinde Ettelbrück:

1) Wieso errichtet man nun also 2 Denkmäler für einen Anlass? Wieviel Budget wird für die Integrierung der Plaketten sowie des Reliefs in Anspruch genommen?

2)Wird das Relief und die 2 Plaketten für jedermann sichtbar sein oder im inneren der Schule integriert?

3) Wieso hat man dieses nicht restauriert und für weniger Geld im – oder ausserhalb des Schulhofes integriert und somit das historische Monument erhalten? Die Erklärung im "Luxemburger Wort" von Donnerstag, den 19. Juni 2014, in der es heisst man      wolle dem Künstler "frei Hand" bei der Gestaltung lassen, zählt nicht, da jeder Künstler nach den Vorstellungen seines Auftraggebers handeln soll, vor allem wenn um soviel Geld geht.

4) Wer befand sich in der besagten Jury, die über das neue Monument entschieden hat? Mit welchen Kriterien entschied diese Jury? Wenn „ja“, was wäre der Preisunterschied zwischen einem neuen Monument gegenüber einer Restaurierung?

5) Hat die Ettelbrücker Gemeinde sich ein Kostenvoranschlag für die Restaurierung und Integrierung des historischen Reliefs inklusive der beiden Medaillons eingeholt?

Wir wären froh um eine Antwort:
contact@pid4you.lu

Besten Dank
PID – Sektion Nordstaadt

Stellungnahme des Bürgermeisters

"Häer Colombera,

Ech sinn beandrockt iwert den Interessi dén d’Léit am Land elo ob émol fir eis Heemecht hunn an fir all di gudd Rotschléi, déi eis zougedroën ginn.

Dir kennt awer berouegt sinn.

Alles leeft an geuerdneten Bunnen.

De Concours war an der Press ausgeschriwen, den Jury gëtt den 20 September invitéiert an virgestallt, de Budget fir dat éischt (!) Monument zu Letzebuerg fir eis Nationalhymn (den Relief ass just en Dekorelement vun engem Kiosk – dén 88 Joër no(!) der Uropféierung gebaut ginn ass) ass a bleiwt bei 200.000€ - allerdings kascht den Aménagement vun der Platz méi ewéi virgesinn. De Gemengerod ass hei an senger Verantwortung an huet déi och geholl.

Ech hunn um Virowend den Léit zu Ettelbréck (1000 Léit schätzungsweis) erklärt wat Wourecht an wat Dichtung ass. An den Relief an di Portrait’en hu mer de Léit gewisen. Eis Gemengeservicer hunn se gudd a korrekt versuergt.

Ech sinn iech dankbar, wann de PID sech net och nach als X-ten un der Dichtung bedélegt. Ech kann et net mei héieren.

Nach ee Wonsch: Nordstad schreiwt sech nëmmen esou. Vill Léit ieren sech do ëmmer. Hëlleft eis, dat richteg ënnert d’Léit ze brengen.

Merci, meng bescht Gréiss, an bis den 20 September – et ass jiderengem op."



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