Trinkwasser
Der Trinkwasserschutz ist wichtig in einer ganzheitlichen Sicht. In Luxemburg stammen 60% des Trinkwassers aus dem Grundwasser (Quellen, Brunnen und Tiefbohrungen). Dessen Schutz kommt eine überragende Bedeutung zu. Schon bei 25% des zulässigen Belastungswertes eines Giftstoffes (hauptsächlich Nitrate und Pestizide) im Wasser müssen gezielte Maßnahmen ergriffen werden. Im Allgemeinen steht die Belastung einer Quelle im Zusammenhang mit dem Anteil von landwirtschaftlichen Flächen in ihrem Einzugsgebiet. Die Landwirte müssen ermutigt werden auf Biolandbau umzustellen, da sich diese Anbauform günstig auf die Wasserqualität auswirkt. Belastete Quellen sind zu sanieren. Es genügt nicht, dass nur verschiedene Pestizide verboten werden, sondern alle, sonst wird das Problem nur verlagert. Auch sollen die Gemeinden enger an den Wasserschutz gebunden werden durch Beratung der Landwirte und mit neuer Bodenordnung. Anbauflächen nahe den Quellen sollen nach Möglichkeit ausgetauscht werden mit Äckern, die weiter entfernt liegen. Die Qualität der Wasserressource ist Bestandteil der integralen Sichtweise. Es wäre vorteilhafter die 3 Ministerien, Landwirtschafts-, Nachhaltigkeits- und Innenministerium, nach französischem Modell durch eine staatliche Wasseragentur zu ersetzen, was die Verwaltung des Wassers anbelangt.
Gewässer
In den Weltmeeren schwimmen Millionen Tonnen Plastikmüll. Durch die Wellenbewegung und das UV- Licht wird treibender Plastikmüll auf Dauer zerkleinert bis hin zur Pulverisierung. Giftige und krebsverursachende Chemikalien wie DDT und polychlorierte Biphenyle werden vom Plankton aufgenommen und gelangen durch die Nahrungskette hin auf unseren Tisch. Im menschlichen Blut finden wir Plastiküberreste. Wir vergiften uns de facto selber. Über 1000 Tonnen Plastik werden jährlich in Luxemburg zur Weiterverarbeitung gesammelt. Hier gilt es, als oberstes Prinzip, Plastik durch andere Stoffe zu ersetzen. Im letzten Jahrhundert wurde der Hanf durch den Plastik, vor allem wegen lukrativer Überlegungen, ersetzt. Aus INTEGRALER Sicht gilt es nun wieder den Rückgang einzulegen. Hanf ist die einzige Alternative für eine gesunde Umwelt ohne Plastik. Eine Steuer auf Plastiktüten ist notwendig.
Luft
Auf den schwarzen toxischen Rußpartikeln sitzen giftige Stoffe. Diese stammen hauptsächlich von Dieselmotoren. Die Rußpartikel moderner Dieselmotoren sind kleiner, aber dafür giftiger als die Rußpartikel der früheren Dieselmotoren. Sie sind lungengängiger und erzeugen auf signifikante Weise mehr Lungenkrebs. 3 von 4 Neuanmeldungen sind Dieselfahrzeuge. Der oberste tolerierte Emissionswert bei Autos ist 5mg/km. Das ist 5mg/km zu viel. Deswegen sollte in die Entwicklung besserer Motoren mit weniger Verbrauch und weniger Schadstoffemissionen investiert und der Einsatz von Wasserstoffmotoren gefördert werden.
Was den Bereich der Binnenschifffahrt betrifft, sind keine Messungen bezüglich Emissionen von Dieselmotoren bekannt. Die rund 60, ins luxemburgische Binnenschifffahrtsregister eingetragenen Schiffe, sind fast ausschließlich mit Dieselmotoren ausgerüstet. Hier gibt es weder von der EU noch von Luxemburg aus festgelegte Emissionsgrenzwerte und Rußpartikelbegrenzungspflicht, also de facto auch keine Ausrüstung mit Rußpartikelfiltern.
Im Bereich des Güterverkehrs sind noch 10 Prozent der Lokomotiven mit Dieselmotoren ausgestattet. Der Einsatz dieser Diesellokomotiven beschränkt sich auf den Rangierdienst sowie auf den Baustellenbetrieb.
Was die Busse und Dienstfahrzeuge der CFL betrifft, werden Fahrzeuge mit dem niedrigsten Ausstoß gekauft. Ältere Fahrzeuge und Busse privater Firmen stellen eine Unbekannte dar. Wie viel diese Fahrzeuge ausstoßen, bleibt eine unbeantwortete Frage.
Auch Flugzeuge werden heute schon mit Dieselmotoren ausgestattet.
Die INTEGRALE Sichtweise beinhaltet die Entwicklung alternativer Techniken.
Eine weitere wesentliche Belastung der Luft entsteht durch den Einsatz von Helikoptern zum Spritzen großer landwirtschaftlicher – und Weinbauflächen. Hinzu kommt eine hohe Schadstoffbelastung der Luft durch Industriebranchen, die enorme Quantitäten an Abgasen ausstoßen.
Waldbau
Der Gebrauch von Holz aus integraler Waldbewirtschaftung ist zu unterstützen. Eine generelle Zertifizierung aller Gebrauchshölzer ist unumgänglich um sowohl die Natur zu schützen als auch menschenwürdige Arbeitsbedingungen für die Waldarbeiter zu garantieren.
Bauholz ist Nadelholz. Es gibt einen hohen Bedarf an Bauholz, welches vorwiegend aus Nadelholz besteht. Nadelhölzer sind jedoch in Luxemburg nicht einheimisch mit Ausnahme der Kiefer und der Wacholder. Deshalb soll man Nadelholz aus Gegenden importieren, in denen Nadelbäume einheimisch sind und dort nachhaltig bewirtschaftet werden. Dies soll dann auch dementsprechend zertifiziert sein. In Nadelwäldern ist die Bodenvegetation quasi inexistent und wirtschaftlich aufgeästete Nadelbäume bieten wenig Schutz für die Waldfauna. Nadelholz reift im Vergleich zu Laubholz schnell, so dass eine relativ häufige Holzernte ansteht, was gerne zum Kahlschlag verleitet.
Eines der wichtigsten Prinzipien des naturnahen Waldbaus ist die Standortgerechtigkeit. Dies bedeutet, dass die Hauptbaumart eines Bestandes an den Standort angepasst sein soll. Auch soll verstärkt auf einheimische Baumarten geachtet werden und auf nicht einheimische Bäume weitgehend verzichtet werden. Mischwälder sind aus Gründen des Naturschutzes immer vorzuziehen. Sie bieten den geeignetsten Lebensraum für die einheimische waldspezifische Fauna und Flora.
Trotz der im Vergleich zur maschinellen Waldarbeit negativen wirtschaftlichen Aspekte, sollten Wälder prinzipiell manuell bewirtschaftet werden, das heißt mit Motorsäge und Pferd. Da keine Motorsäge so sauber arbeitet, dass kein Restöl im Wald verbleibt, sollte das weniger schädliche Bioöl verwendet werden. Durch den Einsatz der viel wirtschaftlichen „Harvestern“ geht die gesamte waldspezifische Landschaft verloren. Viel zu breite „Rückegassen“ sind für den Einsatz solcher Maschinen notwendig. Diese breiten Einschnitte beeinflussen jedoch das Verhalten des Wildes, welches in den Rückegassen keinen Schutz findet. Außerdem stellen sich dort Veränderungen der Vegetation ein und diese Schneisen bieten nicht ungefährliche Angriffsflächen für Stürme. Durch das bei dieser Arbeitsmethode im Wald verbleibende Astholz wird die Bodenvegetation sehr stark beeinträchtigt.
Die Naturverjüngung sollte immer der Bepflanzung vorgezogen werden und es sollte möglichst nur natürlicher Verbissschutz verwendet werden. Bei der Produktion von wertvollem Furniturholz sollte vermehrt auf die naturnahe Mischbepflanzung gesetzt werden statt auf die wirtschaftlichere einheitliche Bepflanzung.
Kahlschläge sollen vermieden werden, denn dies schafft ein Offenlandklima, wobei der Charakter des Waldinnenklimas verloren geht, mit allen negativen Konsequenzen für die darauf angewiesenen Lebewesen. Der Abbau der organischen Substanz wird beschleunigt und die Naturelemente werden ausgewaschen und gehen verloren. Erosion entsteht und das Landschaftsbild ist gestört. Kahlschläge sind ökologisch als negativ zu bewerten und nur bei starkem Schädlingsbefall oder starken Windwürfen sinnvoll. Desweiteren bieten Waldflächen einen hervorragenden, natürlichen Schallschutz.
Niederwälder sind aus kulturhistorischen und ästhetischen Gründen sinnvoll und sollen als Teil einer typischen Kulturlandschaft erhalten bleiben. Dabei sind sie ein wertvoller Lebensraum für seltene Arten wie Haselhuhn und Wildkatze. Seltene Tier-und Pflanzenarten sind an diesen Lebensraum gebunden und aus Gründen des Artenschutzes ist der Erhalt des Niederwaldes notwendig. Im Ösling sollte der Erhalt der aus kulturhistorischen Gründen interessanten Lohhecken gefördert werden. Obwohl das auf den Stock setzen eine nicht gerade naturnahe Bewirtschaftung darstellt, haben sich im Laufe der Zeit spezifische Vegetationen und Wildbestände dort eingelebt.
In Gebieten, in denen der Wald wichtige Funktionen des Bodenschutzes und des Trinkwasserschutzes zu erfüllen hat, müssen Maßnahmen zum Erhalt einer dauerhaften Bewaldung getroffen werden. Es kann sinnvoll sein, bestehende Niederwälder in Laub-Hochwälder zu überführen, besonders wenn die Zukunft eines Bestandes nicht mehr abgesichert ist.
Waldbaulich macht es auch Sinn geschädigte Bestände zu verjüngen. Muss die Baumart gewechselt werden, ist eine Bepflanzung der Naturverjüngung vorzuziehen. In jedem Fall sollten jedoch Altbäume stehen bleiben, da diese den Jungpflanzen Schutz gewähren, sowie der bestehenden Fauna und Flora den Lebensraum erhalten.
Ein ausreichend ausgebautes Wegenetz, zusammen mit der Einrichtung einer Feinerschließung mit Rückegassen, die ökologisch tragbar und von allen an der Waldbewirtschaftung Beteiligten bequem nutzbar sind, sind wichtige Voraussetzungen für eine integrale Waldbewirtschaftung.
Naturwaldreservate, in denen jegliche kommerzielle Nutzung verboten ist, sollen gefördert werden. Im Allgemeinen sollte eine gesunde Proportion von Ökonomie und Ökologie in jedem Bereich unterstützt werden. Da sich immer noch viele Privatwälder, die einen großen Teil der hiesigen Waldflächen ausmachen, in einem desolaten Zustand sind, sollte deren Bewirtschaftung durch Weiterbildungsangebote und finanzielle Mittel gefördert werden.
Gesellschaft für präventive Medizin
Die ALMP ist das Kürzel für Association luxembourgeoise des méthodes préventives.
Gesellschaft für die Cannabis-Behandlung in der Medizin
Am 14. Juni 2010 gründete Dr. Jean Colombera die Gesellschaft UFCM.
Als Partei ist es auch wichtig sich in der Praxis für minderbemittelte Leute einzusetzen und nicht nur mit leeren Versprechen auf Stimmenfang zu gehen.