Das Prinzip der INTEGRALEN Agrikultur besteht darin, zukunftsfähige Modelle zu entwickeln, um die Menschheit langfristig zu ernähren und unsere natürliche Lebensgrundlage zu erhalten. Um dies zu garantieren muss ein Miteinander von Mensch, Tier und Boden in einem geschlossenen Kreislauf stattfinden, basierend auf Respekt und Achtung.

1) Gesunder und fruchtbarer Boden
2) Gesunde Pflanzen
3) Gesundes Tier
4) Gesunder Mensch

Gesunder Boden = gesunde Pflanzen = gesundes Tier = gesunder Mensch = gesundes Ganzes

1) Gesunder und fruchtbarer Boden
Um dies zu garantieren soll natürlicher Dünger wie Mist, Gülle, Jauche und Pflanzenreste (Kompost) benutzt werden. Spezielle Formen der Bebauung mit Pflanzengruppen können auf natürliche Art den Boden schützen und mit Nährstoffen versorgen. (siehe Milpa-Projekt) Die chemischen Spritzmittel sind eine Gefahr für biologische Organismen und alternative natürliche Produkte sollen Vorrang erhalten. Die Forschung soll sich primär an biologischen Substanzen für Experimente orientieren um innovative, unschädliche Produkte auf den Markt zu bringen.

Der Zwischenfruchtanbau mit Begrünung der Ackerflächen im Winter, zwecks Erosionsschutzes ist zu fördern.

Der Stilllegung der Flächen im Wechsel mit der Bebauung kommt eine bedeutende Rolle zu.

2) Gesunde Pflanzen
Viel Wert wird auf natürliches Saatgut gelegt, das aus eigener oder regionaler Produktion stammt. Der Ursprung von Saatgut muss zurückverfolgt werden können, sowie das Endprodukt auch. Genmanipuliertes Saatgut ist zu verbannen.

Umweltfreundliche Pflanzen wie Flachs, Hanf, Micantus und Leguminosen (Klee, Erbsen, Bohnen und Luzerne) sind hohe Eiweißträger und ersetzen den Import von Sojaprodukten. Die Leguminosen können Stickstoff aus der Luft binden und somit künstlichen Dünger ersetzen und wirken sich positiv auf die Gesundheit des Bodens aus. Sie wirken der grenzenlosen Ausbeutung der Natur entgegen und bilden einen Einzelbaustein des Ganzen in der Harmonie mit der Natur. Das Hochstammobst dient der Nahrungsproduktion und stellt gleichzeitig ein Biotop für Tiere zur Verfügung.

Anstelle von großflächigen Anbaugebieten, sollten Felder mit Hecken und Bäume ins Landschaftsbild eingefügt werden, was außerdem Lebensraum für Niederwild bietet.

3) Gesundes Tier
Die artgerechte Haltung mit Auslauf, Weidegang und genügend Platz im Stall ist für die Lebensqualität der Tiere wichtig. Die Anzahl der Tiere richtet sich nach der Größe der hofeignen Felder und Weiden. Die Größe des Hofes soll überschaubar sein zur besseren Qualitätssicherung. Die Fütterung besteht möglichst aus eigener oder wenn nötig aus regionaler Produktion mit Akzent auf Heu, Silage, hofeigenes, gemahlenes Getreide und Leguminosen.

4) Gesunder Mensch
Die Anbauflächen müssen frei von Pestiziden und gentechnisch veränderten Organismen sein, um zu garantieren, dass diese Produkte auch Lebens - Mittel sind.

Primäres Ziel der INTEGRALEN Agrikultur besteht darin, das Bewusstsein für eine gesunde Natur, mit seinen vielen Facetten, zu sensibilisieren und Ideen auszuarbeiten, um wieder im Einklang mit  der Natur zu leben.

Heute ermöglicht die bestehende Subventionspolitik  dem Landwirt  billige Nahrungsmittel herzustellen, denn ohne staatliche Hilfe ist es ihm nicht möglich Produktionskosten und Lebensunterhalt zu decken. Er befindet sich somit in einer Abhängigkeit gegenüber dem Staat und ist in seinem Selbstbestimmungsrecht beschnitten und der Willkür der Subventionspolitik ausgesetzt. INTEGRALE Agrikultur hat unter anderem das Ziel diesen Kreis zu brechen, indem es dem Landwirt ermöglicht wird, frei über sein Produkt zu bestimmen und einen reellen Preis für dieses  zu fordern, was zur Folge hat, dass er, für sein Überleben, unabhängig von  Subventionen ist.

Eine tatkräftige und nachhaltige Entbürokratisierung ist sowohl für den Agrarsektor wie auch für die staatliche Verwaltung dringend erforderlich. Die Beschlüsse im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) müssen zu einer Erleichterung der bürokratischen Belastung führen. Zur Wahrung von Persönlichkeitsrechten muss auch für die Bauern ein umfangreicher Datenschutz gewährleistet sein. Die Veröffentlichung von Namen und Adressen der Zahlungsempfänger wird abgelehnt.

Das „Greening“, welches bereits einen Schritt in Richtung extensive und ökologische Landwirtschaft darstellt, muss flexibler gestaltet werden. Durch unproduktives Greening können vorhandene Produktionspotenziale nicht voll ausgeschöpft werden. Der Bauer muss noch anbauen können und nicht nur Grünzonen haben, um in den Genuss von Fördergeldern zu kommen. So sollen Hecken, Blühstreifen und Waldränder ebenfalls im Greening mit inbegriffen sein. Die Investition mit Fördergeldern in individuelle Kleintierzuchten und Gärtnereien hat viele Vorteile. So bleiben Grünzonen erhalten und werden nicht als Bauland genutzt. Die Eigentümer sind Selbstversorger und gegebenenfalls Direktvermarkter. Beide Faktoren steigern die Qualität der Produkte. Tauschhandel und soziale Kontakte werden gefördert.

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist ein zusätzlicher Pfeiler zu mehr Flexibilität und Kreativität für den Landwirt.

Es darf nicht zu einem Konflikt zwischen Ministerien kommen. Landwirtschaftsministerium, Nachhaltigkeitsministerium, Wasserwirtschaftsministerium, Natur-und Forstverwaltung sollen die INTEGRALITÄT und nicht entgegengesetzte Ziele anstreben

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